Deutsche Einwanderer in den USA


Deutschland/USA Redaktion

Die USA sind ein Land, in das viele Personen zuwandern. Menschen aus verschiedensten Regionen der Erde kommen seit eh und je ins Land.

Im Zuge des Internationalen Tags der Migranten am 18.12. deklariert dieser Beitrag von Mary Jane Maxwell die Wichtigkeit deutscher Neubürger auf die USA. Der Artikel erschien am 14.12.2017 auf ShareAmerica, einer amtlichen Internetpräsenz des US Department of Foreign Affairs.

Ohne die Sitten und Gebräuche deutscher Neubürger wäre Weihnachten in den USA nicht wiedererkennbar. Die Gepflogenheit des dekorierten Christbaums und die Erscheinung des Weihnachtsmanns, der Präsente bringt, kamen mit deutschen Familien ins Land, erfreuten sich jedoch bald grundsätzlicher Popularität. Das Eine wie auch das Andere spielt heute in den USA am Weihnachtsfest eine essenzielle Rolle.

Bei den ersten europäischen Neubürgern in den Vereinigten Staaten befanden sich auch viele Deutsche, die sich 1608 gemeinsam mit den Briten in Jamestown (Virginia) niederließen. Beim Suchen nach Grund und Glaubensfreiheit ließen sie sich im 18. Jahrhundert vor allen Dingen in Pennsylvania und New York nieder.

Zwischen 1820 und 1870 wanderten fast acht Mio. Deutsche in die USA ein. Fast alle ließen sich in den im Norden gelegenen Bundesstaaten des mittleren Westens nieder – in North und South Dakota, Minnesota und Wisconsin. Nach den Neubürgern aus Großbritannien bilden die Nachkommen deutscher Neubürger die mengenmäßig zweitgrößte Gruppe in den USA. Bezogen auf die gesamte Population, zu der mindestens 40 Mio. Nachkommen von Neubürgern zählen, machen sie fast 15 Prozent aus.

Amerikanerinnen und Amerikaner deutscher Herkunft haben in mehrerlei Betrachtung zum Entwicklungsverlauf der USA beigetragen. So baute etwa ein deutscher Neubürger und Ingenieur, John Roebling, die bekannte Brooklyn Bridge in New York, die 1883 eingeweiht wurde.

Amerikaner deutschen Ursprungs haben viele populäre US-Firmen ins Leben gerufen:

William Boeing, dessen Eltern 1868 in die USA imsiedelten, bildete 1916 die Firma Aero Products Company. 1917 benannte er die Firma in Boeing Airplane Company um. Heute ist Boeing das grenzüberschreitend größte Unternehmen im Luftfahrtsektor.

Levi Strauss kam 1847 in die USA. 1853 bildete er mit Levi Strauss & Company in San Francisco das erste Unternehmen, das Blue Jeans produzierte. Die Jeans von Levi sind heute grenzüberschreitend bekannt.

Heinrich Engelhard Steinweg siedelte 1850 mit seiner Lebensgefährtin und seinen acht Kindern nach New York. Er änderte seinen Namen bezogen auf neue Heimat in Henry Steinway und bildete 1853 die Klavierfabrik Steinway & Sons. Heute entdeckt man die Klaviere von Steinway in fast jedem Orpheum in verschiedensten Regionen der Erde.

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