Chinesischer Regierungsberater fordert neue Weltwährung

Ein chinesischer Regierungsberater hat vorgeschlagen, den US-Dollar als Weltleitwährung gegen eine neue globale Währung zu ersetzen. Dollar, Yen, Euro und Pfund sollten dabei keine größere Rolle spielen, auch nicht der chinesische Yuan. Ideale Plattform dafür seien die G-20-Treffen.

Dollar-Untergang, Bild: Latuff


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Der ehemalige Chefökonom der Weltbank Justin Yifu Lin hat vorgeschlagen, den US-Dollar durch eine neue globale Superwährung zu ersetzen, um die Weltwirtschaft und das globale Finanzsystem zu stabilisieren. „Die Dominanz des Greenback ist die Ursache für die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise.“

Lin, heute Professor an der Universität in Peking und einer der führenden Berater der chinesischen Regierung, glaubt, dass die Ausweitung des Währungskorbs mit den wichtigsten Währungen Dollar, Euro, Yen und GB-Pfund die Krise nicht lösen werde. Auch die Internationalisierung des chinesischen Yuan sei ebenfalls keine Lösung, wie Lin laut der chinesischen Zeitung Chinadaily gegenüber der Brüsseler Denkfabrik Bruegel sagte.

„China kann nur eine Nebenrolle bei der Umsetzung der Maßnahmen spielen“, sagte Lin. Der Löwenanteil müssten die Vereinigten Staaten und Europa stemmen und die G-20-Treffen seien die ideale Plattform, um diesbezüglich über Ideen zu diskutieren.

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