Chinas Wachstumsrate könnte auf unter 8% fallen

Der chinesische Premierminister Wen Jiabao hat gesagt, dass die Wachstumsrate Chinas aufgrund der Instabilität des Finanzsektors auf unter 8% fallen könnte. Angeblich werde er dies in einer Rede vor dem Nationalen Volkskongress am 05. März offiziell verkünden. 


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In einer Umfrage unter Ökonomen lag die durchschnittliche Wirtschaftswachstumsprognose für China bei 7,5%. Zwischen 2005 und 2011 hatten die Prognose stets bei 8% gelegen. Insbesondere die Investitionen im Immobiliensektor seien unerwartet stark zurückgegangen, was das Wirtschaftswachstum des Landes in hohem Maße beeinflusse. Die Preise für Wohneigentum hätten sich seit Januar dramatisch entwickelt: So konnten in keiner der 70 erfassten chinesischen Städte Zuwächse erzielt werden.

Angesichts der sich abschwächenden Konjunktur und dem anhaltenden Inflationsdruck befindet sich China in einer misslichen Situation, da der Verkauf von Grundstücken, sowie die Erhebung von Gebühren und Steuern auf selbige, seit jeher eine lohnende Einnahmequelle für die chinesische Regierung waren. Fallende Immobilienpreise, die mangelnder Investitionen geschuldet sind, dürften die Geldpolitik des Landes maßgeblich beeinflussen. Chinas Inflationsrate lag im Januar bei 4,5% zum Vorjahresmonat, im Dezember lag diese noch bei 4,1%.

Die anhaltende Krise in Europa und den USA lassen zudem die Exporte Chinas einbrechen, wie die IBTimes berichtet. Die Exporte seien die andere treibende Kraft der stark wachsenden Wirtschaft des Landes. Zuvor hatte der Internationale Währungsfonds davor gewarnt, dass eine Eskalation der europäischen Schuldenkrise das chinesische Wirtschaftswachstum bis Ende des Jahres um die Hälfte reduzieren könnte.

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