Chile verbietet Ü-Eier und Happy Meals

Kinder in Chile müssen von nun an ohne Überraschungs-Eier groß werden. In dem lateinamerikanischen Staat ist ein striktes Dekret zum Schutz von Kindern vor schädlicher Kost in Kraft gesetzt worden. Es untersagt Produzenten, den Kindern durch die Zulage von Spielzeug den Konsum schädlicher Essen zu versüßen. Für die Kinder-Überraschung von Ferrero heißt dies das Ende.


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Betroffen sind auch die Happy-Meal-Angebote, bei welchen McDonald’s Schnellkost mit Spielzeug verbindet. Der Nahrungsgüterkonzern Ferrero beanstandete die neuen Richtlinien scharf und stellte eine Beschwerde in Aussicht. Das neue Gesetz erschwere „den Ruf eines unserer angesehensten Erzeugnisse“, sagte das Unternehmen. Auch andere Nahrungsgüterunternehmen hatten jahrelang versucht, das Gültigwerden des neuen Gesetzes in Chile abzuwenden.

Es sieht außerdem auch strenge Markierungsvorschriften für Verpackungen von Lebensmitteln vor. Die chilenische Administration rechtfertigte die Reorganisation mit der schnellen Dissemination von Fettleibigkeit unter den Einwohnern. Inzwischen sind etwa 60 % der Chilenen adipös, bei Kindern unter 6 Jahren ist es schon ein Drittel. Durch das neue Gesetz wolle sich Chile „als eines der globalen Pionierländer bei der Unterstützung gesunder Versorgung hervortun“, sagte Gesundheitsministerin Carmen Castillo.

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