Bundeskriminalamt‬ nimmt Darknet ins Visier – ‪Organisierte Kriminalität‬, ‪Verbrechen‬‬


Internet/Kriminalität Redaktion

Online-Handelsplätze im allgemein so bezeichneten Darknet würden mehr und mehr an Wichtigkeit gewinnen, äußerte BKA-Boss Holger Münch am Freitag in Wiesbaden bei der Vorstellung des Bundeslagebilds zur Organisierten Kriminalität im letzten Jahr. Die Fahnder wollten diese illegalen Foren kräftiger bekämpfen, in denen Waffen, gefälschte Ausweise und geklaute Kreditkartendaten gehandelt würden. Die Organisierte Kriminalität verlagere ihre Taten immer mehr ins World Wide Web, und die Online-Handelsplätze im Darknet seien eine Schnittstelle zum Terror.

Die Organisierte Kriminalität verlagere ihre Taten immer mehr ins World Wide Web, äußerte BKA-Boss Münch in Wiesbaden. Auf den Online-Marktplätzen würden Waffen, gefälschte Ausweise und geklaute Kreditkartendaten gehandelt. Diese Foren im Darknet seien damit auch eine Schnittstelle zum Terror. Münch betonte, man müsse alle Möglichkeiten nutzen, Tipps auch aus der Organisierten Kriminalität für die Bekämpfung von Terrorismus zu erhalten. Der 18-jährige Amokläufer von München hatte sich im Darknet für seine Tat die Pistole und Munition beschafft.

Mehr als ein Drittel (36,7 %) der Verfahren entfiel auf Drogenkriminalität. Danach folgten die Eigentums- (14,8 %) und die Wirtschaftskriminalität (11,8 %). Die Täter handeln laut BKA immer mehr im World Wide Web. Außerdem wird die organisierte Kriminalität in Deutschland kräftig von grenzüberschreitend tätigen Bewegungen geprägt. 80 % der Ermittlungsverfahren weisen den Informationen folgend internationale Bezüge auf. Der Anteil der Deutschen an den zusammengerechnet 8675 Tatverdächtigen sank demnach auf gut ein Drittel. Zwei Drittel der Beschuldigten sind ausländische Staatsbürger.