Buffett profitiert von neuen Goldman Sachs-Regelungen

13. April 2012

Star-Investor Warren Buffett hat offenbar von neuen Regelungen für Händler bei der Großbank Goldman Sachs profitiert. So hatte man dort sogenannte Leveraged Loans abgestoßen, welche von Warren Buffetts Investmentfirma aufgekauft wurden. Offenbar hatte Buffett mal wieder einen guten Riecher: So stiegen die Papiere wieder sprunghaft an. Für ein Interview ist jedoch weder Buffett noch Goldman Sachs zu haben.

US-Milliardär Warren Buffett hat offenbar in großem Stil von sogenannten Leveraged Loans profitiert, risikobehafteten Krediten, die aufgrund neuer Auflagen bei Goldman Sachs von der Bank mit hohen Verlusten abgestoßen wurden.  Dies berichtete das Wallstreet Journal in Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen. Leveraged Loans sind Darlehen an Unternehmen mit einem schlechten Rating.

Die Bank hatte diese Leveraged Loans für 80 Cent pro Stück aufgekauft und für 65 Cent wieder abgestoßen mit einem Gesamtverlust von 13 Millionen Dollar, so WSJ. Der Käufer war das Unternehmen Berkshire Hathaway von US-Investor Warren Buffett. Der Wert dieser Darlehen stieg daraufhin auf 82 Cent pro Stück. Weder Goldman Sachs noch Warren Buffett wollten sich zu diesem Deal äußern und lehnten Interviews ab.

Bereits im Frühjahr 2011 hatte die Bank im Zuge der Finanzkrise begonnen, Kreditpapiere in großem Umfang auszumustern. Etwa zeitgleich erhielt Buffett 5 Milliarden Dollar samt der 10% Zinsen p.a. zurück, die er Goldman Sachs nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers geliehen hatte.

Hatte Buffett wirklich wieder nur einen “guten Riecher”, wie die Finanzpresse schreibt? Zum Thema Goldman Sachs, Warren Buffett und Ratings irgendwelcher Unternehmen überkommt den Schreiber dieses Beitrags ein gewisses Misstrauen. So ist Buffetts Berkshire Hathaway Haupt-Aktionär von Moody’s, einer der drei größten Ratingagenturen der Welt. Weitere Großaktionäre von Moody’s sind Goldman Sachs und die Rothschild-Bank Barclays.