Bombe beschädigt Finanzamt in Süditalien


Europa Redaktion

In einer süditalienischen Stadt ist am Samstag eine selbst gebastelte Bombe vor einem Finanzamt explodiert. Durch die Explosion gab es keine Verletzten, doch wurden ein Fenster und der Eingangsbereich beschädigt, wie die Polizei mitteilte.

Wie die Polizei mitteilte ist vor einem Finanzamt in der süditalienischen Stadt Lamezia Terme am Samstag eine Bombe explodiert. Verletzt wurde dadurch niemand, doch gab es leichte Beschädigungen am Gebäude: So wurden durch die Detonation ein Fenster sowie der Eingangsbereich des Gebäudes zerstört.

Dies ist der jüngste Anschlag in einer Reihe von Angriffen gegen verschiedene Steuerbehörden im Land. Bisher hat sich jedoch niemand zu dem Anschlag bekannt. So explodierte bereits im Dezember eine Briefbombe in der Hand eines Steuereintreibers aus Rom, wodurch dieser schwer verletzt wurde und einen Finger verloren hatte. Im Januar waren drei Bomben vor dem Büro eines Steuereintreibers in Neapel explodiert, im Mai flogen Molotow-Cocktails auf ein Büro in Livorno.

Italiens Regierung hat unter Mario Monti unter anderem eine einschneidende Rentenreform, eine Streichung von Steuererleichterungen sowie eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte angekündigt. Gleichzeitig kommen Gerüchte auf, dass Italiens Banken zunehmend in Schwierigkeiten geraten. So meldete kürzlich die Banca Network Investimenti, die Zahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten im Juni auszusetzen.

Wenn nun auch noch mit dem der italienischen Bevölkerung vorenthaltenen Steuergeld taumelnde Banken gerettet werden („müssen“), dann dürfte die Reaktion seitens der Bürger entsprechend heftig ausfallen.