Argentinien-Krise zwischen 1998 und 2002


Argentinien Redaktion

Der Begriff Argentinien-Krise betitelt die letzte große Krise in Argentinien zwischen 1998 und 2002, deren Folgen bis ins Jahr 2005 spürbar waren.

Die zwei Gipfel der Flaute waren eine kräftige Rezession 1998/99 und der Kollaps des Geldwesens 2001/02, der am 21.12.2001 zum Rücktritt von Präsident Fernando de la Rúa führte, dem eine Phase von enormer politischer Unbeständigkeit folgte.

In der Krisenzeit fiel das BIP Argentiniens um zusammengerechnet 21 Prozent. Die sozialen Konsequenzen waren desaströs: Am Krisenhöhepunkt (Mitte 2002) betrug die Armutsquote 57 Prozent und die Erwerbslosenrate 23 Prozent. Seit Mitte 2002 regeneriert sich die Wirtschaft des Staats wieder. Sie steigt seit 2003 wieder (Wachstum 2003: 8,9 Prozent, 2004: 8,8 Prozent).

Der Anteil der Verschuldung des Staats in Fremdwährungen machte im Jahr 2002 92 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, im Jahr 2011 nur noch 9,6 Prozent.