Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt auf Rekordhoch


Europa Redaktion

Laut offiziellen Daten ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland im ersten Quartal des laufenden Jahres auf 22,5 Prozent gestiegen – ein neuer Rekord! Somit ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Eurozone. Der US-Ökonom erwartet „undenkbare“ Schritte zur Lösung der Krise, insbesondere für Deutschland.

Neue offizielle Zahlen zeigen, dass die Arbeitslosenquote in Griechenland ein neues Rekordhoch erreicht hat. In dem kleinen Land mit nur elf Millionen Menschen sind über eine Million Menschen arbeitslos. So zeigen Statistiken des griechischen Statistikinstituts ELSTAT, dass die Arbeitslosenquote im April 22,5 Prozent erreicht hat gegenüber 21,9 Prozent im März und 16,2 Prozent im April 2011. Neben der Industrie bricht nun auch die Tourismusbranche zusammen.

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist somit mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Eurozone (11,1 Prozent). In Spanien betrug die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal des laufenden Jahres sogar 24,4 Prozent.

Griechische Rentner demonstrieren gegen dramatische Kürzungen der Rente. Eine Existenz sei so nicht mehr möglich, klagen die Betroffenen. Griechenland befindet sich das fünfte Jahr in der Rezession und gilt als Epizentrum der europäischen Schuldenkrise, die somit gleichzeitig eine Guthabenkrise ist (Schulden müssen weg = Guthaben müssen weg).

Der bekannte US-Ökonom Paul Krugman hat Schritte zur Lösung der Krise prognostiziert, die insbesondere für Deutschland heute noch „undenkbar“ erscheinen. 3 Möglichkeiten fallen dem Autor spontan dabei ein: Ein Schuldenschnitt (Staatsbankrott in Griechenland) auf der einen Seite, ein Guthabenschnitt auf der anderen Seite (Währungsreform in Deutschland) oder eine Geldentwertung durch Inflation der Gemeinsschaftswährung. Eines davon wird wohl das Ende vom Lied sein.