Ältere US-Bürger: Zwangsversteigerungen verzehnfacht

Extrem viele ältere Bürger über 75 Jahren sind von der anhaltenden Immobilienkrise in den USA betroffen: War es im Jahr 2007 noch eine Person von 300, die ihr Eigenheim durch eine Zwangsversteigerung verlor, ist es heute bereit eine von 30.

Viele ältere Amerikaner kommen infolge der Immobilienkrise laut einem Bericht der American Association of Retired Persons (AARP), einer nichtgewinnorientierten Organisation, die sich für die Interessen älterer US-Bürger einsetzt, zunehmend ins Hintertreffen: Mehr als 1,5 Millionen ältere Amerikaner (über 50 Jahre) haben bereits ihre Häuser verloren, etwa 600’000 stehen vor einer Zwangsversteigerung und rund 3,5 Millionen – etwa 16% aller älteren Eigenheimbesitzer – können ihre Hypothekenschulden derzeit nicht begleichen.


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Auch sehr alte Bürger bleiben von der Misere nicht verschont: So steht derzeit jeder 30ste Eigenheimbesitzer über 75 Jahren vor einer Zwangsversteigerung. Die große Rezession trifft viele ältere Amerikaner brutal, da sie ihre kompletten Rücklagen der Altersvorsorge für die Rückzahlung von Eigenheim-Schulden auflösen müssen und nach Verlust ihrer Immobilie völlig ohne Mittel dastehen.

Die Probleme unterscheiden sich je nach Bevölkerungsgruppe enorm: So wurde bei 3,5% aller afroamerikanischen Immobilienbesitzer Ende 2011 das Eigenheim zwangsversteigert, bei Bürgern lateinamerikanischer Abstammung waren es sogar 3,9%, bei weißen Hausbesitzern nur 1,9%, so die amerikanische Zeitung USA Today.

Der Prozentsatz an Hausbesitzern im hohen Alter, die davor stehen ihr Eigenheim zu verlieren, ist seit Beginn der Krise in den USA rapide in die Höhe geschossen: So verlor im Jahr 2007 nur 1 von 300 Personen ihr Haus, fünf Jahre später sollte sich diese Rate auf 1 von 30 verzehnfachen.

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