100 Millionen Amerikaner ohne Job?


Amerika Redaktion

Die Krise in den USA ist offenbar viel schlimmer als bisher angenommen: So gibt es in den Vereinigten Staaten etwa 100 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter, die nicht jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen. Nach Angaben der US-Regierung sind zwar nur 12,6 Millionen Amerikaner offiziell erwerbslos, doch gibt es weitere 87,897 Millionen Bürger, die nicht berufstätig sind. Wie geht das?

Die US-Regierung erfasst diese 87,897 Millionen Menschen einfach nicht und bezeichnet diese als „nicht für den Arbeitsmarkt verfügbar“. Seit der Rezession haben laut aktueller Statistik somit mehr Menschen den Arbeitsmarkt aufgrund mangelnder Verfügbarkeit verlassen, als im gesamten Zeitraum der 1980er- und 1990er-Jahre zusammen. Natürlich ist das völliger Nonsens, doch scheinbar läuft in den USA eine riesige Vertuschungsaktion, wie die Zahlen zeigen.

Viele der Arbeitnehmer, die früher als „arbeitslos“ gemeldet waren, wurden aus der Statistik herausgenommen und in die Kategorie „nicht erwerbsfähig“ verschoben. Seit Beginn der Rezession hat sich die Zahl der Amerikaner, die nicht mehr am Arbeitsmarkt teilnehmen, um 8 Millionen auf 87,897 Millionen erhöht.

Die Regierung unter Barack Obama hat angegeben, dass sich die Erwerbslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit 1984 befindet. Doch gab es lediglich Veränderungen in der Erfassung der Arbeitslosen. Und ein weiterer Punkt kommt noch hinzu: Damals blieben jedoch zahlreiche Mütter zuhause und betreuten die Kinder. Aufgrund sinkender Einkommen ist dies für viele Familien aber heute nicht mehr möglich, weshalb diese Mütter sich Jobs suchen mussten. Dies wurde von der US-Regierung positiv in die Statistiken eingerechnet. Betrachtet man also die offiziellen Beschäftigungsstatistiken, dann sieht man offensichtlich nur ein verfälschtes Bild dessen, was wirklich auf dem Arbeitsmarkt vor sich geht.

Hier gibt es schöne Charts und weitere Informationen dazu.